70 Jahre Geschichte

Ein neuen Namen, aber eine wechselvolle 70-jährige Geschichte

1949
In Saxon, in der Nähe von Martinach, gründet der 1901 in Basel geborene Maler Fred Fay in einer ehemaligen Uhrenfabrik das, was sehr rasch die Ecole cantonale des beaux-arts du Valais wird. Die Studierenden stammen nicht nur aus dem Wallis, sondern auch aus Belgien und England. International bedeutende Künstler/ innen und Kulturschaffende wie Oskar Kokoschka, Jean Lurçat und Alberto Sartoris lehren an der Schule oder werden wie Fernand Léger dorthin eingeladen.

1953
Die Schule liegt nunmehr neben dem neuen Kunstmuseum Wallis, das 1947 im Schloss Majoria in Sitten eröffnet wurde. Zudem arbeitet sie mit dem 1949 in Sitten gegründeten kantonalen Musikkonservatorium zusammen.

1972
Der Grafiker Harald Schulthess übernimmt die Leitung der Schule.

1974
Die Schule bietet eine Fachrichtung Grafik an, eine Branche, der ein grosses Wachstum prognostiziert wird.

1986
Walter Fischer, ein ehemaliger Schüler, übernimmt die Leitung.

1988
Von nun an untersteht die Schule einer Stiftung. Sie wird vom Bundesamt für Industrie, Gewerbe und Arbeit subventioniert. Eine Bibliothek öffnet ihre Pforten.

1990
Über einhundert Studierende besuchen nun die Schule.

1997
Da die Räumlichkeiten inzwi- schen zu beengt sind, wird die Schule im ehemaligen Spital in Siders unter- gebracht. Sie trägt jetzt den Namen Schule für Gestaltung Wallis (ecav) und agiert als Wegbereiter, indem sie ein Forschungsinstitut aufbaut. Die Leitung übernimmt der Künstler und Forscher Georges Pfründer.

1998
Der Schwerpunkt wird auf die neuen Medien gelegt: Video und Informatik. Die gestalterische Berufsmaturität wird eingeführt.

2000
Die Schule weiht ihre unter dem Namen Multiples-Editions zusammengefassten Ateliers für Siebdruck, Lithografie, Relief- und Ätztechnik ein.

2003
Die ecav erhält die Anerkennung als Fachhochschule (FH).

2004
Die ecav bietet den Master of Arts in Public Spheres (MAPS) an. Diese mit der HGK Luzern geschaffene Nachdiplomausbildung wird ab dem Jahrgang 2008–2010 in den Masterstudiengang Bildende Kunst der HES-SO integriert.

2009
Sibylle Omlin ist die erste Leiterin einer Kunstschule in der Schweiz. Schnell zählt die Schule über 200 Schüler/innen und Studierende.

2018
Jean-Paul Felley, ehemaliger Co-Direktor des unabhängigen Kunstraums attitudes und des Schweizer Kulturzentrums in Paris, übernimmt die Leitung der Schule.

2019
Die ecav wird zur édhéa und integriert die HES-SO Valais-Wallis.