Grußwort des Direktors

Der Ecav wird die édhéa (Schule für Gestaltung und Hochschule für Kunst Wallis)

Zu ihrem 70-jährigen Bestehen im Jahr 2019 wird aus der Ecav (Schule für Gestaltung Wallis) die édhéa (Schule für Gestaltung und Hochschule für Kunst Wallis). Und bereits ab heute gehört sie voll und ganz zu den Schulen der HES-SO Valais-Wallis.
Mit ihrem neuen Namen verweist unsere Schule auf ihre zwei Ausbildungsbereiche: eine Schule für Gestaltung mit Schwerpunkt Grafik und eine Kunsthochschule.
Was ist nun das Besondere an der édhéa? Worin unterscheidet sie sich von anderen Kunstschulen in der Westschweiz?
Unser Ziel geht weit über die alleinige Ausbildung künftiger Künstler/innen und Designer/innen hinaus. Eine Schule vermittelt den Studierenden, Schülern und Schülerinnen nicht nur Techniken, sondern regt sie auch dazu an, über die Welt nachzudenken und ihre Kreativität in verschiedenen Bereichen zu entwickeln.
Das Stichwort ist bereits gefallen: Kreativität. Ein Trumpf, der heute Türen auch jenseits der Ateliers öffnet. Für Absolvierende einer Kunstschule tun sich viele Wege auf, die sich nicht auf die etablierten Einrichtungen beschränken, sondern den jungen Menschen Zugang zu verschiedenen Berufen in der Kultur, der Vermittlung, der Reflexion und der visuellen Kommunikation ermöglichen.
Einer der Studiengänge an unserer Schule führt zum Master of Arts in Public Spheres (MAPS) – eine Ausbildung, die sich mit Kunst im öffentlichen Raum befasst. Diese Spezialisierung, die weit über unsere Grenzen hinaus anerkannt ist, ist einer der Schwerpunkte des Forschungsinstituts der édhéa.
Die édhéa liegt im Herzen der Alpen, in einer Region, die sich hervorragend für Studium und Forschung eignet.
Besucht wird sie von rund 230 Studierenden, Schülern und Schülerinnen aus der Schweiz und etwa zehn anderen – hauptsächlich aussereuropäischen – Ländern. Ausserdem bleiben wir in engem Kontakt mit unseren Alumni und einem weiten Netz international anerkannter Akteure.
Auf diese Weise fördert und entwickelt unsere Schule weiterhin den Geist, der mir am Herzen liegt: den einer Einrichtung des Experimentierens und Forschens. Zahlreiche Projekte, Ausstellungen, Veröffentlichungen, Konferenzen und Kolloquien gestatten eine fächerübergreifende Lesart der bildenden Kunst, im Dialog mit Tanz, Theater, Grafik oder auch Architektur. Einen besonderen Platz möchte ich dem Ton einräumen, ebenso allen damit verbundenen Disziplinen.
Schliesslich besteht das Ziel des édhéa jeden Schüler/in und Student in ihrem professionnel und/oder künstlerich Weg zu begleiten und die Offenheit für alle Disziplinen zu Födern.

Jean-Paul Felley
Direktor der édhéa