Das Forschungsinstitut

Ziel dieser Einrichtung ist die Hinterfragung der Beziehung der Kunstschaffenden zum öffentlichen Bereich, der als natürlicher, gesellschaftlicher und kultureller Raum verstanden wird.
Das Mittelwallis, abseits der grossen städtischen Zentren, hat lange unter einer Art kultureller Marginalisierung gelitten. Infolge von Tourismus- und Migrationsbewegungen, insbesondere aufgrund der Entwicklung der Kommunikationstechnologien, hat es seine Isolation überwunden. Neben dieser zunehmenden Verdichtung und Diversifizierung der sozialen Struktur kommt ein bemerkenswertes landschaftliches Erbe ins Spiel. Diese unglaubliche Vielfalt bietet Forschenden ebenso wie Kunstschaffenden besondere Quellen der Erforschung, die dazu anregen, neue Praktiken, neue Modelle der Kunstvermittlung zu erproben.
Das Forschungsinstitut beabsichtigt, die Kraft des Kontextes und seinen Einfluss auf das künstlerische Schaffen zu hinterfragen, die dialektische und kritische Beziehung zu erfassen, die Kunstschaffende zu einer bestimmten Umwelt pflegen, unkonventionelle
und fachübergreifende Konzepte zu Fragen in Verbindung mit der natürlichen und soziokulturellen Umwelt zu erproben und Interventionsprojekte im öffentlichen Raum zu entwickeln.
Der eingeleitete Dialog mit lokalen Instituten und Forschenden ermöglicht es ihm zudem, verschiedene Standpunkte zu vergleichen und die Kunstforschung in der Nähe anderer Disziplinen anzusiedeln. Das Kunstforschungsinstitut will ebenfalls seine natürliche Berufung zur Erleichterung des Brückenschlags zwischen kulturellen Identitäten bekräftigen und seine künstlerischen Kompetenzen in den Dienst der Vermischung der Genres und der Überwindung der geografischen, geistigen, sozialen und fachlichen Grenzen stellen.
Das Kunstforschungsinstitut ist Mitglied des Kompetenznetzwerks Design und Bildende Kunst der HES-SO (RCDAV) und des Swiss Artistic Research Network (SARN).

Leiterin: Jelena Martinovic

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